{"id":1047,"date":"2022-06-20T15:41:33","date_gmt":"2022-06-20T13:41:33","guid":{"rendered":"http:\/\/mkstein.de\/wp\/?p=1047"},"modified":"2022-06-20T15:41:33","modified_gmt":"2022-06-20T13:41:33","slug":"phantastischer-montag-wagnisse-und-raetselhafte-wesen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/mkstein.de\/wp\/?p=1047","title":{"rendered":"Phantastischer Montag: Wagnisse und r\u00e4tselhafte Wesen"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/mkstein.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Drache03_inFeuer-klein.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-1021\" src=\"http:\/\/mkstein.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Drache03_inFeuer-klein.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"243\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Es war die dritte einsame Nacht. Andra hatte sich einen Ort gesucht, an dem sie nie zuvor mit Elyf gewesen war. Der Wind brachte die Metallstreben zum Singen, abgerissene Planen schlugen dazu einen wilden Rhythmus. Irgendwann einmal mussten die Planen die Kuppel <\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u00fcber ihr geschlossen haben. Das seltsame Gebilde stand auf einem H\u00fcgel &#8211; Berg, nannten sie den hier. Andra schnaubte. Die hatten doch keine Ahnung von Bergen!<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Aber lauschen lie<\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u00df es sich von hier oben perfekt. Und Andra lauschte. Sicher, es war eine aus Verzweiflung geborene Idee, aber wenigstens war es eine Idee. Ganz offenbar gab es T\u00f6ne in dieser Welt, die nur Drachen h\u00f6ren konnten. Wie den Gesang der B\u00e4ume. Vielleicht hatte auch die Magie einen Klang. Vielleicht musste sie nur lange genug lauschen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Und so lag sie da und lauschte. Lauschte sich durch die Klangschichten der Stadt. Die nie verstummenden Motoren. Das Rattern und Quietschen der Bahnen, wenn sie sich in Kurven legten, beschleunigten, abbremsten. Sie lauschte dem Stimmgewebe der Menschen, die nie alle zugleich schliefen. Immer waren welche wach, redeten, atmeten, lachten, riefen, sangen, weinten, w<\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u00fcteten, fl\u00fcsterten, fluchten, st\u00f6hnten, wimmerten. Und ab und an verstummte ein Atem im Gewebe f\u00fcr immer.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Andra reckte sich. F<\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u00fcr einen Drachen war sie immer noch klein, in Drachengestalt nicht l\u00e4nger als in Menschenform. Trotzdem zog sie sich aus dem Lauschen zur\u00fcck, vergewisserte sich, dass sie allein hier oben war, kein Mensch sich in ihre N\u00e4he verirrte oder auch nur nah genug kam, um sie zu ersp\u00e4hen. Ihren Drachenaugen machte die Dunkelheit nichts aus. Und sie war nach wie vor allein in dieser verfallenen Kuppel. Auf diesem &#8211; H\u00fcgel. Sie seufzte und hatte keine Eile, in ihr Lauschen zur\u00fcckzukehren.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Jedes Ger<\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u00e4usch erinnerte sie an Elyf. Und sobald sie an Elyf dachte, wurde sie unruhig. Die Erinnerung an Elyfs Lachen &#8211; hell und ein ganz klein wenig rau &#8211; lie\u00df sie die Fl\u00fcgel anheben, sie ausstrecken, als k\u00f6nnte sie den Ton einfangen, ihm quer durch die Stadt folgen, durch das offene Fenster hinein zu Elyf schl\u00fcpfen, sich neben sie legen, als w\u00e4re sie nie von dort gefl\u00fcchtet. Als k\u00f6nnte sie einfach so zur\u00fcck. Ohne jede Erkl\u00e4rung.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Unm<\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u00f6glich, mahnte Andra sich. Sie war hier, weil sie eine Aufgabe hatte, nicht wegen irgendwelcher Verliebtheiten. Einfacher gedacht, als sich selbst davon \u00fcberzeugt. Andra schnaubte und erlaubte sich eine kleine Flamme. Doch nicht einmal die stillte die Unruhe in ihr. Sie schloss die Augen. Und so wenig es ihr gefiel, immer wieder tauchte ein Bild in ihrem Kopf auf: S.P.H.I.N.X<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>Soziet<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>\u00e4t f\u00fcr phantastische Halbwesen in Notlagen. X marks the spot<\/i><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Das hatte auf dem <a href=\"http:\/\/mkstein.de\/wp\/?p=1024\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Br<\/a><\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u00fcckenpfeiler gestanden. Nun, in einer Notlage war sie ganz gewiss. Auch wenn sie sich nicht damit anfreunden konnte, in dieser Welt ein <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>Phantasiewesen<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> zu sein &#8211; was k<\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u00fcmmerte es sie, ob halb oder ganz. Diese Definitionsbesessenheit war nur ein weiterer Punkt auf der Liste, warum sie diese Welt nicht besonders mochte.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Sofort dr<\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u00e4ngte sich Elyf in ihre Gedanken. Sie war definitiv ein Pluspunkt f\u00fcr diese Welt. Andra schnaubte. Nicht ablenken lassen. Sie kniff die Augen noch fester zusammen. <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>X marks the spot<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\">. Eindeutig der Hinweis darauf, wo sie diese <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>Soziet<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>\u00e4t<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> finden konnte. Aber erwarteten die ernsthaft, dass <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>phantastische Halbwesen in Notlagen<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> sich erst auf eine Suche kreuz und quer durch die Stadt machten, nach einem <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>X<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\">?<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Vielleicht dachte sie auch zu kompliziert. Wer so eine Nachricht hinterlie<\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u00df, wollte schlie\u00dflich, dass sie von Wesen in Notlagen verstanden wurde. Ein Tropfen traf ihre Schnauze. Noch einer. Ein Grollen in der Ferne. Ein grelles Zucken, das sie selbst durch ihre geschlossenen Lider wahrnahm. Ein erneutes Krachen. N\u00e4her dieses Mal. Regen schlug auf ihre Schuppen. Andra machte mit ihrem Grollen dem Donner Konkurrenz. Sie hasste Regen. Er war ein Verf\u00fchrer und schuld an ihrer Verbannung. (Die hast du dir selbst zuzuschreiben, merkte eine kleine Stimme an, die sie schnell zum Verstummen brachte.)<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Andra blinzelte. Die Gewitterwolken hatten die Sterne ausgel<\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u00f6scht. Blitze zerrissen die Dunkelheit, lie\u00dfen sie nach ihrem Aufflammen noch tiefer zur\u00fcck. Der Regen fiel, als wollte er nie wieder aufh\u00f6ren. Er prasselte gegen die Metallstreben, schlug neben ihr auf den Steinboden, prallte an ihren Schuppen ab &#8211; und weit und breit keine H\u00f6hle in Sicht, die ihr Schutz vor diesem elenden Wasserangriff bieten konnte. Andra sehnte sich nach Feuer, nach wenigstens einer kleinen Flamme. Aber sie wagte es nicht. Regen mit ihrem Feuer mischen, das hatte sie \u00fcberhaupt erst in ihre Notlage gebracht. Sie sch\u00fcttelte sich. Der Regen drang zwar nicht durch ihre Schuppen, aber die Rinnsale, die sich zwischen ihnen bildeten, kitzelten. Elend, elend, elend, grollte Andra vor sich hin. Sie grub die Krallen in den Stein unter ihr, kratzte Spuren in den Boden.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Markierte ihn. Andra stockte. Konnte es so einfach sein? Sie fuhr hoch. Der Regen war vergessen, Donner und Blitze nur noch Hintergrundrauschen. Sie entfernte sich ein paar Schritte von den Spuren, die sie bereits in den Stein gekratzt hatte, suchte sich eine unber<\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u00fchrte Fl\u00e4che. Mit den Krallen einer Tatze zog sie erst eine, dann eine zweite lange Linie, die die erste kreuzte, in den harten Boden. Ein perfektes X. Ihr Herz pochte lauter als jedes Donnergrollen. Ihr Feuer brannte in ihr, heller als jeder Blitz. Ihr Atem strich \u00fcber die Kratzspuren, stieg wie feiner Rauch dar\u00fcber auf. Der Stein selbst wisperte ihr zu, lockte sie. Andra trat z\u00f6gerlich einen Schritt vor. Noch einen. Schritt um Schritt n\u00e4herte sie sich der Stelle, an der die Linien sich kreuzten. Ein Schritt noch.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Sie ber<\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u00fchrte den Kreuzungspunkt und hatte gerade den k\u00fcrzesten aller Momente Zeit, sich l\u00e4cherlich vorzukommen, wie sie darauf stand und vor sich hinstarrte. Dann kippte die Welt. Oder sie. Das Donnern, die Blitze, der Regen &#8211; alles blieb hinter ihr zur\u00fcck. Andra wirbelte herum und herum. Ihr schwindelte. Sie wusste nicht, ob sie die Augen geschlossen hatte oder sie offenhielt, wusste nicht, ob es so grell-hell oder so dunkel war, dass sie nichts sah. Fiel sie? Zerfiel die Welt um sie herum? Ihr Herz raste, als sie wieder festen Boden unter ihren Krallen sp\u00fcrte. Sie grub sie hinein. Langsam lie\u00df der Schwindel nach.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">W<\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u00e4rme umgab sie. Das Gewitter mit seiner N\u00e4sse war fort. Andra atmete ein, atmete aus. Ihre Augen waren eindeutig geschlossen. Sie \u00f6ffnete sie.<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Ich hoffe, du kannst diese Kratzer auch wieder aus meinem Marmorboden entfernen\u201c, begr\u00fc\u00dfte sie eine indignierte Stimme. Sie geh\u00f6rte zu einem Wesen, auf den der Begriff <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>Halbwesen<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> nun wirklich zutraf, befand Andra. Ein menschlicher Kopf, der auf einem L<\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u00f6wenk\u00f6rper thronte. Ein Funkeln aus gr\u00fcnen Augen, als k\u00f6nnten die Feuer speien.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Andra duckte sich. Die Kratzer im Marmor waren wirklich tief. Aber ihr war eben auch sehr schwindelig gewesen! Da etwas Feuer sie beruhigen w<\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u00fcrde, fachte Andra ihre innere Flamme an und lie\u00df sie \u00fcber den harten Stein streichen, sah zu, wie er schmolz, wie die R\u00e4nder der Risse aufeinander zuflossen, neue dunkle Linien im hellen Stein bildeten, wo ihr k\u00fchler Atem die erhitzen Stellen wieder erkalten lie\u00df. \u201eBitte sehr\u201c, grummelte sie und blickte zu der Gestalt, die auf dem obersten Absatz einer Marmortreppe sa\u00df und mit einem unergr\u00fcndlichen L\u00e4cheln zu ihr hinunterblickte. Andra richtete sich auf und breitete die Fl\u00fcgel aus. \u201eBin ich hier bei S.P.H.I.N.X?\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Das L<\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u00e4cheln der Gestalt vertiefte sich. \u201eGehe ich richtig in der Annahme, dass du dich in einer Notlage befindest?\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">W<\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u00e4re ich sonst hier?, wollte Andra zur\u00fcckgeben und schluckte gegen die Worte an. Es war sicherlich nicht hilfreich, dieses r\u00e4tselhafte Wesen gegen sich aufzubringen. \u201eJa.\u201c Sie faltete die Fl\u00fcgel wieder an ihre Seiten, \u00e4rgerte sich zugleich, dass sie sich unter diesem sp\u00f6ttischen Blick so klein wie m\u00f6glich machen wollte.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Die Gestalt nickte und schlug gem<\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u00e4chlich mit ihrem Schwanz. Hin und her, hin und her &#8211; Andra senkte ihren Blick schnell auf den Marmorboden, bevor sie in eine Trance fallen konnte.<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Du hast uns gefunden\u201c, klang die Stimme zu ihr hinab. \u201eAber bevor ich dir Einlass gestatte, musst du eins meiner R\u00e4tsel l\u00f6sen. Nur dann gew\u00e4hrt dir die Soziet\u00e4t ihre Hilfe. Was sie daf\u00fcr verlangen, kann ich dir nicht verraten.\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">War ja klar. Andra seufzte so leise, wie sie nur konnte. Nat<\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u00fcrlich war nur der erste Schritt leicht gewesen. Und sie wurde das Gef\u00fchl nicht los, dass dieses Wesen ganz genau wusste, welchen Preis die Soziet\u00e4t von ihr verlangen w\u00fcrde. Sehr vermutlich einen, der ihr nicht gefiel. Andra schob ihre zweifelnden Gedanken fort. Da war etwas, das im Moment wichtiger schien. \u201eWas passiert, wenn ich dein R\u00e4tsel nicht l\u00f6sen kann?\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Ah, eine sehr intelligente Frage!\u201c Die Stimme von oben klang sehr zufrieden. Andra blinzelte vorsichtig hoch. Sie mochte dieses unergr\u00fcndliche L\u00e4cheln gar nicht. Die Antwort noch weniger. \u201eDu stirbst.\u201c Nein, das war so gar keine gute Antwort. Andra sp\u00fcrte nerv\u00f6se, kleine Flammen um ihre Mundwinkel zucken.<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Und wenn ich einfach wieder gehe?\u201c Sie leckte die Flammen fort, lie\u00df sich von dem Rauchgeschmack auf ihrer Zunge ein wenig beruhigen. Der Tod schien ihr ein sehr hohes Risiko daf\u00fcr, dass sie nicht einmal wusste, ob diese <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>Soziet<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>\u00e4t<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> ihr wirklich helfen konnte.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Das Wesen oben auf der Treppe kreuzte die samtigen Vorderpfoten. Bestimmt verbargen sich darunter Krallen! Andra spannte alle Muskeln an, wollte sich in die Luft schwingen und hielt beim Anblick der kuppelartigen Steindecke weit <\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u00fcber ihr still.<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Jetzt, wo du endlich hergefunden hast, solltest du bleiben.\u201c Auch die Stimme klang t\u00e4uschend weich. Aber so sehr sie an ihr zweifelte, konnte Andra sich ihrem Zauber nicht entziehen, sp\u00fcrte, wie ihre Muskeln sich unter dem Klang entspannten. \u201eSicherlich sind R\u00e4tsel f\u00fcr Drachen kein Problem.\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Schmeichlerin, dachte Andra und streckte sich auf dem Marmorboden aus. Irgendetwas hatte sie eben noch misstrauisch gemacht. Aber was? Das Wesen dort oben schlug mit dem Schwanz gelassen hin und her, hin und her, hin und her, dehnte die Pfoten, Krallen blitzten auf, verschwanden, blitzten auf, verschwanden, und ein schnurrendes Ger<\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u00e4usch h\u00fcllte Andra ein. Sie bettete den Kopf auf ihre Vorderpfoten, sp\u00fcrte, wie ihre Lider sich tr\u00e4ge senkten. \u201eDarf ich dir eine Frage stellen?\u201c, murmelte sie mit schwerer Stimme.<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Erst musst du mein R\u00e4tsel l\u00f6sen\u201c, klang die Antwort wie auf Wattewolken schwebend zu ihr vor.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Richtig, ein R\u00e4tsel. Da war etwas, das sie zur\u00fcckhalten sollte. Doch was das war, fiel ihr nicht mehr ein. Ein R\u00e4tsel konnte sie nicht schrecken. Schlie\u00dflich war sie ein Drache. Andra lie\u00df eine Flamme um ihre Lippen zucken. \u201eLass h\u00f6ren.\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8230; Fortsetzung folgt im Juli! Im Juni haben wir uns als Thema f\u00fcr die Geschichten zum phantastischen Montag ein Zitat von Cornelia Funke vorgenommen: <em>Wir sind alle L\u00fcgner, wenn es uns n\u00fctzt.<\/em> (Tintenherz)<br \/>\nWas die Kolleg*innen daraus gemacht haben, k\u00f6nnt ihr hier nachlesen:<br \/>\nCarola Wolff <a href=\"https:\/\/carolawolff.de\/ihr-freund-fred\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ihr Freund Fred<\/a><br \/>\nC.A. Raaven <a href=\"https:\/\/www.c-a-raabe.de\/phantastischermontag\/luegner02\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Scrabble f\u00fcr Fortgeschrittene<\/a><br \/>\nDas &#8222;r\u00e4tselhafte Wesen&#8220; ist bei mir zum ersten Mal im Januar aufgetaucht: <a href=\"http:\/\/mkstein.de\/wp\/?p=981\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Des R\u00e4tsels L\u00f6sung<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es war die dritte einsame Nacht. Andra hatte sich einen Ort gesucht, an dem sie nie zuvor mit Elyf gewesen war. Der Wind brachte die Metallstreben zum Singen, abgerissene Planen schlugen dazu einen wilden Rhythmus. Irgendwann einmal mussten die Planen die Kuppel \u00fcber ihr geschlossen haben. Das seltsame Gebilde stand auf einem H\u00fcgel &#8211; Berg, &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"http:\/\/mkstein.de\/wp\/?p=1047\" class=\"more-link\">Mehr <span class=\"screen-reader-text\">\u00fcber &#8222;Phantastischer Montag: Wagnisse und r\u00e4tselhafte Wesen&#8220; <\/span>Lesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[231,228],"tags":[237,49,256,314,311],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/mkstein.de\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1047"}],"collection":[{"href":"http:\/\/mkstein.de\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/mkstein.de\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/mkstein.de\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/mkstein.de\/wp\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1047"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/mkstein.de\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1047\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1048,"href":"http:\/\/mkstein.de\/wp\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1047\/revisions\/1048"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/mkstein.de\/wp\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1047"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/mkstein.de\/wp\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1047"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/mkstein.de\/wp\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1047"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}