{"id":1080,"date":"2022-09-19T20:05:29","date_gmt":"2022-09-19T18:05:29","guid":{"rendered":"http:\/\/mkstein.de\/wp\/?p=1080"},"modified":"2022-09-19T20:05:29","modified_gmt":"2022-09-19T18:05:29","slug":"phantastischer-montag-kind-des-windes","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/mkstein.de\/wp\/?p=1080","title":{"rendered":"Phantastischer Montag: Kind des Windes"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/mkstein.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Drache03_inFeuer-klein.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-1021\" src=\"http:\/\/mkstein.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Drache03_inFeuer-klein.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"243\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Sie fand sie nicht. Jeden Tag flog Elyf aus. Sie durchstreifte die Stadt, die mit jedem Fl\u00fcgelschlag zu wachsen schien. Nat\u00fcrlich konnte Andra l\u00e4ngst die Stadt, das Land verlassen haben. Drachenfl\u00fcgel trugen sie ganz sicher schneller und weiter fort, als Kr\u00e4henfl\u00fcgel Elyf trugen. Trotzdem gab sie nicht auf. Doch immer wieder kehrte sie erfolglos zur\u00fcck. Dieses Mal erst sp\u00e4t in der Nacht.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Marthe stand hinter dem Tresen der Kr\u00e4henbar und polierte Gl\u00e4ser, w\u00e4hrend sie darauf wartete, dass auch die letzten Kr\u00e4henschwestern den Weg nach oben in ihre Betten fanden. Elyf setzte sich auf einen Barhocker und st\u00fctzte die Ellbogen auf den Tresen, lie\u00df den Kopf in die H\u00e4nde sinken.<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wieder nicht gefunden?\u201c Marthe hielt eine Whiskyflasche hoch.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Elyf sch\u00fcttelte den Kopf. Zu beidem. Marthe verstand. Elyf seufzte. \u201eVielleicht mache ich mir etwas vor. Ich meine, sie k\u00f6nnte l\u00e4ngst sonst wo sein.\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Was, wenn du sie findest und sie nicht gefunden werden will?\u201c, gab Marthe zur\u00fcck und schlug sich das Polierhandtuch \u00fcber eine Schulter.<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Dann soll sie mir das ins Gesicht sagen.\u201c Elyf starrte ihr eigenes in dem Spiegel hinter der Bar an. Augenringe verrieten ihren Schlafmangel. Sie mochte ihr Bett nicht mehr, seit Andra daraus verschwunden war.<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Sicher?\u201c, hakte Marthe nach.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Elyf blinzelte. Was hatte sie gesagt? Ah, richtig. \u201eJa.\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Marthe kam um den Tresen herum und setzte sich neben sie. \u201eDu musst dir wirklich ganz, ganz sicher sein.\u201c Sie nahm Elyfs H\u00e4nde in ihre und blickte ihr ernst in die Augen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Zuerst wollte Elyf aufbegehren. Nat\u00fcrlich war sie sicher! Doch dann nahm sie sich doch die Zeit, f\u00fcnf Mal durchzuatmen. Sie entspannte ihre Schultern und ihre H\u00e4nde in Marthes H\u00e4nden. \u201eIch bin mir sicher.\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Also gut.\u201c Marthe nickte. \u201eWas ich dir anvertrauen will, ist altes Wissen. Es ist wahr &#8211; aber es ist auch m\u00f6glich, dass die Windgeister nicht mehr existieren. Sie sind alt, \u00e4lter als wir.\u201c Marthes Worte weckten Elyfs Geist. Sie setzte sich aufrechter hin und lauschte.<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Heute werden sie Harpyien genannt\u201c, fuhr Marthe fort, \u201eund ihr Ruf ist noch \u00fcbler als der von Kr\u00e4hen. Doch fr\u00fcher, vor Zeiten \u00e4lter als Legenden, wussten die Menschen um ihr wahres Wesen. Sie sind die Stimmen der Winde und ihre Fl\u00fcgel. Sanft, aber auch launisch und gef\u00e4hrlich. Sie werden auch die Windschwestern genannt, weil sie die Gesichter von Frauen haben, Haare, mit denen der Wind spielt, in denen er sich verf\u00e4ngt, und die K\u00f6rper gro\u00dfer V\u00f6gel mit silbergrauen Federn, von denen jeder Regen abperlt, weite Fl\u00fcgel, die sie \u00fcberallhin tragen, sturmschnell wie sommertr\u00e4ge. Sie sind unm\u00f6glich einzufangen und lachen dich aus, wenn du ihnen etwas befehlen willst. Aber du kannst sie um etwas bitten &#8211; und falls ihnen danach ist, helfen sie dir.\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Elyf holte schon Luft f\u00fcr ihre Frage, doch Marthe dr\u00fcckte ihre H\u00e4nde und sch\u00fcttelte den Kopf. \u201eDu musst noch mehr wissen. Die Windschwestern lassen sich nicht rufen. Du kannst dich ihnen nur anbieten. Entweder kommen sie dann oder nicht. Du hast nur einen Versuch und nur eine Bitte. W\u00e4hle deine Worte also klug. Solltest du einen zweiten Versuch machen, eine zweite Bitte aussprechen, werden sie dich f\u00fcr den Rest deines Lebens Nacht f\u00fcr Nacht heimsuchen und dir Albtr\u00e4ume zufl\u00fcstern. Du wirst dar\u00fcber verr\u00fcckt, aber egal, wohin du fliehst, sie finden dich.\u201c Marthe hielt ihre H\u00e4nde so fest, dass es schmerzte. \u201eEin Versuch. Eine Bitte. In deinem gesamten Leben. Verstanden?\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Dieses Mal hatte Elyf es nicht eilig mit Worten. Sie lie\u00df den Schmerz von Marthes Griff in sich einsinken. Er verblasste im Vergleich mit dem Schmerz um Andras Verlust. Was, wenn Andra nicht freiwillig gegangen war? Was, wenn sie ihre Hilfe brauchte? Was, wenn die Verzweiflung der Drachengestaltwandlerin so gro\u00df war wie ihre eigene? Gr\u00f6\u00dfer gar? Wie k\u00f6nnte sie da die Suche aufgeben? Marthes Frage schlich sich wieder in ihre Gedanken: Was, wenn sie nicht gefunden werden will?<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><em>Stell dir vor, die Windschwestern finden sie, aber f\u00fchren dich nicht zu ihr, weil Andra dich nicht sehen will. W\u00fcrdest du auch das wissen wollen?<\/em> Elyf hatte nicht sofort eine Antwort f\u00fcr sich.<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Schlaf dr\u00fcber\u201c, riet Marthe ihr in das Schweigen hinein.<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Hast du sie mal was gefragt?\u201c, gab Elyf zur\u00fcck.<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Ja.\u201c Marthe schnappte sich ein Glas, das schon gl\u00e4nzte, und polierte es erneut. Elyf wartete ab, doch als die Barfrau das Glas wegstellte und sich wortlos dem n\u00e4chsten widmete, akzeptierte sie, dass sie keine weitere Antwort bekommen w\u00fcrde. Hinter ihr schabten Stuhlbeine \u00fcber den Holzboden, mehrere Stimmen w\u00fcnschten eine gute Nacht, und dann war sie die Letzte in der Bar. Sie rieb sich eine Augenbraue. R\u00e4usperte sich. \u201eWie mache ich das mit dem Anbieten?\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Schlaf dr\u00fcber\u201c, wiederholte Marthe. Und das war genauso endg\u00fcltig wie ihre vorherige Antwort. Also schlich Elyf sich nach oben in ihr Zimmer. Geh einfach ins Bett, sagte sie sich. Du hast vorher doch auch allein drin geschlafen! Aber sie blieb am Fu\u00dfende stehen, betrachtete die aufgesch\u00fcttelte Bettdecke, die glatt gestrichenen Kissen. Heute Morgen hatte sie gehofft, so w\u00fcrde das Bett am Abend einladender aussehen. Tat es aber nicht.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><em>Mach schon. Was ist so schwer daran, ins Bett zu gehen?<\/em> Sie z\u00e4hlte sich alles auf, was sie am Schlafen mochte (das ausgeruhte Gef\u00fchl am Morgen zum Beispiel), aber ihre F\u00fc\u00dfe trugen sie zum Fenster, und sie hockte sich auf das breite Fensterbrett. Elyf legte eine Hand an die Scheibe und tappte mit dem Daumen dagegen. Im Grunde war die Formulierung ihrer Bitte ganz einfach.<\/span><\/span><\/p>\n<p><em><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Na, dann kannst du ja jetzt schlafen gehen.<\/span><\/span><\/em><\/p>\n<p><em><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Ach, halt die Klappe.<\/span><\/span><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Drau\u00dfen tappte der erste Regen seit langem gegen die Fensterscheibe. Und ohne, dass sie wusste, wie die Zeit vergangen war, hellte sich die Nacht zum Morgen auf, als der Regen verschwand. Elyf schlurfte zum Bett und kroch unter die Decke. Sie zog sich gar nicht erst aus. <em>Nur kurz die Augen ausruhen.<\/em> <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Bis sie loskam, d\u00e4mmerte der Abend bereits wieder herauf. Sie sollte sich einen hohen Ort suchen. Nun, das war einfach. Elyf schlug mit den Fl\u00fcgeln und lie\u00df sich von einer neuen Str\u00f6mung weiter nach oben tragen. Die Landung auf dem Fl\u00fcgel der Goldelse war leicht, die Erinnerung an das erste Treffen mit Andra alles andere als das. Andra hatte hier oben gesessen, in Menschengestalt, und Elyf hatte bef\u00fcrchtet, eine Selbstm\u00f6rderin zu sehen. Wie falsch sie gelegen hatte!<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Der Gedanke entlockte Elyf nun doch ein leises, kr\u00e4chzendes Lachen. Sie schwankte ein wenig und streckte schnell die Fl\u00fcgel aus, brachte sich wieder ins Gleichgewicht. Sie plusterte sich etwas auf, um dem kalten Ostwind zu trotzen. Sie rief sich Marthes Anweisungen ins Ged\u00e4chtnis:<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Punkt eins &#8211; du musst ein Windwesen sein, sonst beachten sie dich gar nicht, also bleib in deiner Kr\u00e4hengestalt.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Punkt zwei &#8211; formuliere deine Bitte, so pr\u00e4zise du kannst, und rufe sie mit der Windrichtung, nicht gegen sie.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Punkt drei &#8211; warte. Egal, wie lange es dauert, r\u00fchr dich nicht vom Fleck, verwandle dich nicht, und lass dir ja nicht einfallen, deine Bitte zu wiederholen oder von deinem gew\u00e4hlten Ort zu verschwinden, sonst bekommst du keine Antwort.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Elyf legte die Fl\u00fcgel wieder an. Sie hatte lange genug \u00fcber alles nachgedacht. Sie war bereit. Sie drehte sich vorsichtig herum, bis ihr der Wind von hinten unter die Federn fuhr. Dann begann sie mit dem Vers, den Marthe ihr eingepr\u00e4gt hatte:<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wind, Wind, Wind,<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Auch ich bin dein Kind,<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Drum h\u00f6r mir zu,<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Dann lass ich dich f\u00fcr immer in Ruh.\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Darauf durfte sie keine Reaktion erwarten, das wusste sie. Trotzdem lauschte Elyf kurz. Frischte der Wind nicht ein wenig auf? Lag darin ein leiser Gesang? Nicht z\u00f6gern, hatte Marthe gesagt. Also sprach Elyf weiter: \u201eDie Drachengestaltwandlerin Andra, sie ist auch ein Kind des Windes, und sie hat mit uns Kr\u00e4henschwestern gelebt. Wir waren uns nah und dann ist sie verschwunden. Ich bitte euch, sagt mir, wo ich sie finden kann.\u201c <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Elyf schloss ihren Schnabel, presste ihn fest zusammen, damit ihr kein unvorsichtiges Wort entkam. Sie krallte sich um die schmale Fl\u00fcgelkante der Goldelse und wartete. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Der Wind pfiff und heulte.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Elyf wartete.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Der Wind strich mit Eisfingern unter ihren Federn entlang.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Elyf r\u00fchrte sich nicht und wartete.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Der Wind brachte mehr Reden. Der Wind brachte W\u00e4rme. Der Wind brachte Sturm und riss Bl\u00e4tter von den B\u00e4umen, schlug damit auf sie ein.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Elyf r\u00fchrte sich nicht und wartete.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Es wurde Tag und wieder Nacht und so oft hell und wieder dunkel, dass Elyf nicht mehr z\u00e4hlte. Elyf r\u00fchrte sich nicht und wartete. Und der Wind begann zu singen. Die Stimmen strichen \u00fcber ihre Federn, sie hielten sie warm, sie hielten sie fest. Und sie brachten ihr eine Antwort.<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Die du suchst, birgt ein Geheimnis\u201c, raunten sie, \u201everbirgt es auch vor uns.\u201c Die Stimmen drehten und wanden sich im Wind, wirbelten um Elyf herum, schmiegten sich an ihre Federn, dr\u00e4ngten zu ihren Ohren. \u201eDas solltest du wissen, wenn du zu ihr gehst. Sie war weit, weit fort\u201c, wisperten sie. \u201eUnbekannte Ger\u00fcche haften an ihren Schuppen und haften in ihrem Haar.\u201c Der Wind heulte auf und die Stimmen heulten mit ihm: \u201eNimm dich in Acht! Nimm dich in Acht!\u201c Als der Wind sich legte, fl\u00fcsterten sie ihr zu: \u201eDu findest sie in deiner Stadt, wo sie pr\u00e4chtige Gefieder bewundert, von Wasser umgeben, mit Turm und Schloss.\u201c Die Stimmen schraubten sich in die H\u00f6he, glitten mit ihren letzten Worten davon. \u201eDu bist ein Kind vom Wind, wir h\u00f6rten dir zu, nun lass uns f\u00fcr immer in Ruh.\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Und dann war der Wind nur noch der Wind.<\/span><\/span><\/p>\n<p>&#8230; Fortsetzung folgt im n\u00e4chsten Monat! \ud83d\ude42<br \/>\nDieses Mal habe ich gleich zwei Themen vom phantastischen Montag in einem verarbeitet, weil ich die Story zu den Harpiyen nicht rechtzeitig fertig bekommen hatte &#8230; so sind sie jetzt mit der Inspiration f\u00fcr diesen Monat zusammengekommen: &#8222;I hate being told what to do! Especially by myself!&#8220; (Lynn Flewelling). Die Storys der Kolleg*innen verlinke ich euch noch.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie fand sie nicht. Jeden Tag flog Elyf aus. Sie durchstreifte die Stadt, die mit jedem Fl\u00fcgelschlag zu wachsen schien. Nat\u00fcrlich konnte Andra l\u00e4ngst die Stadt, das Land verlassen haben. Drachenfl\u00fcgel trugen sie ganz sicher schneller und weiter fort, als Kr\u00e4henfl\u00fcgel Elyf trugen. Trotzdem gab sie nicht auf. 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