{"id":529,"date":"2016-11-30T10:40:11","date_gmt":"2016-11-30T08:40:11","guid":{"rendered":"http:\/\/mkstein.de\/wp\/?p=529"},"modified":"2016-11-30T10:40:11","modified_gmt":"2016-11-30T08:40:11","slug":"schreibimpuls-am-mittwoch-das-besondere-im-gewoehnlichen-entdecken","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/mkstein.de\/wp\/?p=529","title":{"rendered":"Schreibimpuls am Mittwoch &#8211; das Besondere im Gew\u00f6hnlichen entdecken"},"content":{"rendered":"<p><em>Sie \u00f6ffnete die T\u00fcr.<\/em><\/p>\n<p>Wenn wir so einen Satz am Anfang einer Geschichte, als ersten Satz schreiben oder lesen, klingt er ganz und gar banal. Eine T\u00fcr \u00f6ffnen &#8211; das ist etwas Allt\u00e4gliches. Das scheint so ganz und gar nichts Besonderes zu sein. Aber wenn wir uns den Satz einmal mit dem Werkzeugkasten des kreativen Schreibens vornehmen, lassen sich viele Entdeckungen machen. Zum Beispiel, wenn wir ihn von seinem Platz am Anfang ganz ans Ende verlegen, als letzten Satz. Wenn dann unsere Figur die ganze Geschichte \u00fcber mit sich gek\u00e4mpft hat, darum gek\u00e4mpft hat, den Mut aufzubringen, diese T\u00fcr zu \u00f6ffnen, wenn wir die ganze Zeit \u00fcber mitfiebern und sie anfeuern, weil wir wissen, es wird ihr gut tun, diese T\u00fcr zu \u00f6ffnen &#8211; wenn sie dann endlich, endlich soweit ist, die Hand auf den T\u00fcrknauf zu legen, dann bekommt dieser banale Satz eine ganz andere Bedeutung. <em>Sie \u00f6ffnete die T\u00fcr<\/em>. Und wir, die wir die Geschichte lesen, jubeln, wir sind erleichtert und zufrieden, dass sie es am Ende geschafft hat.<\/p>\n<p>Oder wenn der Satz mitten in der Geschichte steht, nachdem eine ausdr\u00fcckliche Warnung in Bezug auf gerade diese T\u00fcr ausgesprochen wurde. Wie z.B. in einem M\u00e4rchen: &#8222;Jedes Zimmer in meinem Schloss darfst du betreten, jede T\u00fcr \u00f6ffnen, doch von dieser musst du dich fernhalten, diese T\u00fcr darfst du nicht \u00f6ffnen.&#8220; Und was tut unsere Heldin? Erst h\u00e4lt sie sich brav an das Verbot, dann wird die verbotene T\u00fcr jedes Mal, wenn sie an ihr vorbeigeht verlockender und verlockender. Welches Geheimnis verbirgt sich hinter ihr? Und schlie\u00dflich kann unsere Heldin nicht l\u00e4nger wiederstehen. <em>Sie \u00f6ffnete die T\u00fcr<\/em>. Und wir halten mit ihr den Atem an, f\u00fcrchten uns und wollen zugleich nun endlich wissen, was sich hinter der T\u00fcr verbirgt.<\/p>\n<p>Das sind nur zwei M\u00f6glichkeiten, wie ein ganz banaler Satz zu einem wunderbaren, einem spannungsgeladenen Moment gemacht werden kann. Jetzt bist du dran. Nimm dir einen ganz banalen Satz vor, eine Alltagshandlung und baue ihn so in eine Geschichte ein, dass er zu etwas Besonderem wird. Viel Spa\u00df beim Ausprobieren! Und ich bin neugierig auf die Ergebnisse &#8230; \ud83d\ude42<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/mkstein.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/WohnzWerkstatt05.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-353\" src=\"http:\/\/mkstein.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/WohnzWerkstatt05.jpg\" alt=\"WohnzWerkstatt05\" width=\"847\" height=\"376\" srcset=\"http:\/\/mkstein.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/WohnzWerkstatt05.jpg 847w, http:\/\/mkstein.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/WohnzWerkstatt05-300x133.jpg 300w, http:\/\/mkstein.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/WohnzWerkstatt05-500x221.jpg 500w\" sizes=\"(max-width: 847px) 100vw, 847px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie \u00f6ffnete die T\u00fcr. Wenn wir so einen Satz am Anfang einer Geschichte, als ersten Satz schreiben oder lesen, klingt er ganz und gar banal. Eine T\u00fcr \u00f6ffnen &#8211; das ist etwas Allt\u00e4gliches. 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