{"id":631,"date":"2019-05-21T11:10:04","date_gmt":"2019-05-21T09:10:04","guid":{"rendered":"http:\/\/mkstein.de\/wp\/?p=631"},"modified":"2019-05-31T15:38:46","modified_gmt":"2019-05-31T13:38:46","slug":"wie-ein-roman-entsteht-manchmal","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/mkstein.de\/wp\/?p=631","title":{"rendered":"Wie ein Roman entsteht (manchmal)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/mkstein.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Premiere_EinhalberSommer.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-641\" src=\"http:\/\/mkstein.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Premiere_EinhalberSommer.jpg\" alt=\"\" width=\"263\" height=\"885\" srcset=\"http:\/\/mkstein.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Premiere_EinhalberSommer.jpg 263w, http:\/\/mkstein.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Premiere_EinhalberSommer-89x300.jpg 89w\" sizes=\"(max-width: 263px) 100vw, 263px\" \/><\/a>In den letzten Jahren habe ich viel gelernt \u00fcber die Stadt, in der ich aufgewachsen bin und in der ich auch heute noch lebe. Alles fing mit der Frage an, ob ich eine Kurzgeschichte schreiben wolle. Maximal 25 Seiten sollte sie haben und von einer letzten Nachricht der gro\u00dfen Liebe handeln.<\/p>\n<p>Eigentlich fing es noch vor dieser Frage an. Denn ein paar Monate davor hatte ich einen Ausschnitt einer Doku gesehen, in der jemand erz\u00e4hlte, wie er sich 1961 als Junge immer mit seinen Kumpels auf einem bestimmten Platz zum Fu\u00dfballspielen traf. Es waren Sommerferien, und die Kumpels kamen aus Ost wie West. Dann, eines Sonntags, standen die Kumpels aus Westberlin allein auf dem Platz und warteten, aber die Jungs aus Ostberlin kamen nicht. Es war der 13. August 1961. Diese kleine Geschichte lie\u00df mich nicht los. Und so hing sie mir noch im Kopf, als die Verlagsanfrage kam, und ich fragte zur\u00fcck, ob die Geschichte in der Gegenwart spielen m\u00fcsse oder auch etwas weiter zur\u00fcckliegen d\u00fcrfe. Sie durfte. Und ich sagte zu, ohne noch eine genauere Idee zu haben, wie ich all diese Einzelteile nun zu einer Geschichte zusammenf\u00fcgen sollte.<\/p>\n<p>Da ich nur eine grobe Vorstellung von Berlin 1961 hatte, fing ich an zu lesen. Und nach mehr Dokus zu suchen und im Freundeskreis meiner Mutter herumzufragen \u2013 und schnell war ich von der Zeit damals gepackt, von dem Berlin, das so ganz anders war, als ich es kannte, von den Menschen, die Berlin noch ganz selbstverst\u00e4ndlich als eine Stadt betrachtet hatten, w\u00e4hrend sie f\u00fcr mich lange eine geteilte gewesen war, ja, eigentlich zwei voneinander unabh\u00e4ngige St\u00e4dte.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/mkstein.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/EinhalberSommer_Premiere02.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-640\" src=\"http:\/\/mkstein.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/EinhalberSommer_Premiere02.jpg\" alt=\"\" width=\"254\" height=\"296\" \/><\/a>So entstand allm\u00e4hlich die Kurzgeschichte \u201eEin halber Sommer lang\u201c um Lennie und Marie, zwei M\u00e4dchen, die eine aus West-, die andere aus Ostberlin, f\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.oetinger.de\/buch\/herzleer\/9783789104954\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">#herzleer<\/a> (Oetinger, 2017). Und als daraufhin aus dem Verlag die Frage kam, ob ich mir vorstellen k\u00f6nnte, aus der auch einen Roman zu entwickeln, habe ich gern zugesagt und mich daran gemacht, die Geschichte um Lennie und Marie noch etwas ausf\u00fchrlicher zu erz\u00e4hlen. Sie ist nun bald nachzulesen in dem Roman \u201eEin halber Sommer\u201c (Oetinger, Juli 2019).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den letzten Jahren habe ich viel gelernt \u00fcber die Stadt, in der ich aufgewachsen bin und in der ich auch heute noch lebe. Alles fing mit der Frage an, ob ich eine Kurzgeschichte schreiben wolle. Maximal 25 Seiten sollte sie haben und von einer letzten Nachricht der gro\u00dfen Liebe handeln. 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