{"id":977,"date":"2022-01-18T05:25:47","date_gmt":"2022-01-18T03:25:47","guid":{"rendered":"http:\/\/mkstein.de\/wp\/?p=977"},"modified":"2022-02-21T12:02:05","modified_gmt":"2022-02-21T10:02:05","slug":"phantastischer-montag-unvorstellbar","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/mkstein.de\/wp\/?p=977","title":{"rendered":"Phantastischer Montag: Unvorstellbar"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i><a href=\"http:\/\/mkstein.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/01-2022-Unvorstellbar.png\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-1000\" src=\"http:\/\/mkstein.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/01-2022-Unvorstellbar.png\" alt=\"\" width=\"1080\" height=\"1080\" srcset=\"http:\/\/mkstein.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/01-2022-Unvorstellbar.png 1080w, http:\/\/mkstein.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/01-2022-Unvorstellbar-150x150.png 150w, http:\/\/mkstein.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/01-2022-Unvorstellbar-300x300.png 300w, http:\/\/mkstein.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/01-2022-Unvorstellbar-768x768.png 768w, http:\/\/mkstein.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/01-2022-Unvorstellbar-1024x1024.png 1024w\" sizes=\"(max-width: 1080px) 100vw, 1080px\" \/><\/a>Stell es dir vor, und es wird passieren<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\">. Von wegen! Wenn Magie wirklich so einfach w<\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u00e4re, w\u00fcrden alle sie beherrschen. Eins war klar, sie w\u00fcrde das mit der Magie niemals hinbekommen. Und deswegen hockte sie auf immer hier fest in dieser verfluchten Welt. Aufgabe verbockt. Heimweg versagt.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Andra starrte auf die Stadt unter ihr. Die Lichter der Stra<\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u00dfenlaternen brachten die Regentropfen zum Funkeln und lie\u00dfen das Gold der Statue gl\u00e4nzen, auf deren linkem Fl\u00fcgel sie sa\u00df und mit den Beinen baumelte. Die H\u00f6he machte ihr nichts aus, und der Regen passte zu ihrer Stimmung.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Der Rat h<\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u00e4tte sie auch einfach nur verbannen k\u00f6nnen. Eine Zeitspanne festsetzen und sie fortschicken. Selbst hundert Jahre w\u00e4ren leichter als das hier. Dann h\u00e4tte ihre Sehnsucht ein konkretes Ende gehabt. Aber nein, sie mussten sie mit einer doppelten Strafe belegen, Verbannung gepaart mit einer Aufgabe. Einer Aufgabe, die ihr Hoffnung gegeben hatte. Denn sicher w\u00fcrde der Rat sie nicht mit etwas Unl\u00f6sbarem wegschicken. <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>Rette die andere Welt und dir ist vergeben. Rette die andere Welt und du darfst zur<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>\u00fcckkehren.<\/i><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Zur<\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u00fcckkehren. Das Wort allein hatte sie durch die ersten zehn Jahre in dieser fremden Welt gebracht. Jetzt, nach ein paar weiteren Jahrzehnten, brachte es sie nur noch zur Verzweiflung. Das raue Kr\u00e4chzen einiger Kr\u00e4hen unterstrich ihre tr\u00fcben Gedanken. Andra kniff die Augen zusammen und blickte den grau-schwarzen V\u00f6geln hinterher, die \u00fcber den B\u00e4umen des Parks kreisten und kr\u00e4chzten. Sie w\u00fcrde nicht hier sitzen und im Regen heulen. Das war zu pathetisch. Andra zog die F\u00fc\u00dfe hoch auf die schmale obere Kante des Fl\u00fcgels und stand auf, streckte die Arme weit zu beiden Seiten aus. Legte den Kopf zur\u00fcck. Sog die regenfeuchte Luft ein. Schon besser.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Sicher, sie konnte mit jedem Atemzug das Sterben dieser Welt sp<\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u00fcren. Aber da war auch der Regen, der auf ihrer Haut kitzelte, das zufriedene Summen der B\u00e4ume, die das Nass aufsaugten, ihren Gesang \u00fcber das Rauschen des Verkehrs legten. Zumindest f\u00fcr ihre Ohren. Andra streckte sich und blinzelte nach unten, \u00fcberlegte, ob sie es wagen konnte, sich zu wandeln.<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Hallo? Bitte, ich will Sie nicht erschrecken\u201c, klang eine Stimme leise zu ihr hinauf. \u201eBitte, springen Sie nicht.\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Andra seufzte. Wer kam au<\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u00dfer ihr mitten in der Nacht hierher? Der Zugang unten war doch sicherlich versperrt. \u201eKeine Sorge, hab ich nicht vor\u201c, erwiderte sie. Und selbst wenn &#8211; sie w\u00fcrde nicht fallen. Das war der Vorteil davon, in Drachengestalt Fl\u00fcgel zu haben. Aber das konnte sie nicht sagen. Andra setzte sich wieder hin &#8211; langsam, um wen auch immer da unten nicht weiter zu verschrecken.<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wie sind Sie da \u00fcberhaupt hoch gekommen?\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Jetzt konnte Andra eine Gestalt auf der Aussichtsplattform erkennen. Sie hielt mit einer Hand die Kapuze eines langen dunklen Mantels fest, w<\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u00e4hrend sie zu ihr hinauf sah. Andra fluchte still vor sich hin. Sie hatte einfach nur im Regen hocken und melancholisch \u00fcber die Stadt starren wollen. Zu ihrer Vorstellung dieser Nacht geh\u00f6rten weder eine Zufallsbegegnung noch unangenehme Fragen. Sie zwang sich zu einem Lachen. \u201eW\u00fcrden Sie mir glauben, wenn ich sage, mich hat ein Hubschrauber hier abgesetzt?\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Die Gestalt unten zuckte mit den Schultern. <\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u201eHolt der Sie auch wieder ab?\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Andra blinzelte in den Nachthimmel. <\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u201eSieht nicht so aus.\u201c Ihr musste dringend etwas einfallen, um diese Person loszuwerden. Sie betrachtete das faltenreiche Gewand der goldenen Statue. \u201eIch bin ganz gut im Klettern.\u201c Zumindest wenn sie ihre Krallen ausfuhr. W\u00fcrde allerdings Spuren im Gold hinterlassen.<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Soll ich nicht doch lieber Hilfe holen?\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Das fehlte gerade noch! Menschen neigten zu <\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u00fcbertriebener Aufregung in solchen Situationen. Rettungswagen, Polizei, unertr\u00e4glich laute Sirenen. Wom\u00f6glich best\u00fcnden sie darauf, sie zu untersuchen &#8211; Andra schauderte schon bei der Vorstellung. Sie wollte gar nicht erfahren, was Menschen mit ihren Methoden alles \u00fcber sie herausfinden konnten und vor allem nicht, was sie nach diesen Erkenntnissen mit ihr tun w\u00fcrden. \u201eIch f\u00fchl mich hier oben sehr wohl\u201c, rief sie nach unten und hoffte, ihr L\u00e4cheln wirkte \u00fcberzeugend.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Die Gestalt unter ihr r<\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u00fchrte sich nicht vom Fleck. Sah still zu ihr hinauf. In ihrem gemeinsamen Schweigen klang der Regen lauter als zuvor. Andra versuchte, sich die Gestalt auf der Aussichtsplattform weg-vorzustellen. <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>Stell es dir vor, und es wird passieren<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\">. Sie biss die Z<\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u00e4hne zusammen, fixierte die Gestalt in ihrem dunklen Mantel. <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>Du bist nicht hier. Du bist nicht hier. Du bist nicht hier<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\">, wiederholte sie stetig in Gedanken. Nat<\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u00fcrlich l\u00f6ste die Gestalt sich nicht in Luft auf. Stattdessen r\u00e4usperte sie sich, schlug die Kapuze zur\u00fcck und strich sich \u00fcber stoppelkurze schwarze Haare.<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Ich kann Sie nicht einfach so allein lassen.\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">War ja klar, dass sie ausgerechnet jetzt einem mitf<\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u00fchlenden Menschen begegnen musste. Andra schloss die Augen. In ihrer Zeit hier hatte sie gleichg\u00fcltige Menschen erlebt, w\u00fctende, abweisende, \u00fcberhebliche, missmutige &#8211; kurz alles, was sie erwartet hatte in einer Welt, die vor sich hinstarb. Aber jetzt stand hier eine offensichtlich mitf\u00fchlende Seele und zerrte an ihren Nerven.<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">H\u00f6ren Sie, k\u00f6nnen Sie mir etwas versprechen?\u201c, \u00fcbert\u00f6nte die Stimme von unten den Regen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Widerwillig <\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u00f6ffnete Andra die Augen. \u201eKommt ganz darauf an, was\u201c, grummelte sie. Bei allen Himmeln, das entwickelte sich zu dem l\u00e4ngsten Gespr\u00e4ch, das sie je mit einem Menschen gef\u00fchrt hatte.<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Versprechen Sie mir nur, nicht vor Schreck runterzufallen, egal, was Sie gleich sehen.\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Solange keine Sirenen, Polizei oder Rettungswagen involviert sind?\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Versprochen.\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Also gut, ich verspreche es.\u201c Andra lie\u00df die Unbekannte nicht aus den Augen. Sie war sich inzwischen ziemlich sicher, dass sie eine Frau war. \u201eLegen Sie los.\u201c Vielleicht w\u00fcrde sie danach endlich verschwinden. Jedenfalls w\u00fcrde nichts, was die Unbekannte tat, sie von ihrem Platz hier oben weglocken.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Die schob einen <\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u00c4rmel ihres Mantels zur\u00fcck und umfasste ihr Handgelenk. Im n\u00e4chsten Moment l\u00f6ste sie sich zu einem wirbelnden Nebel auf. Andra starrte. Sie beugte sich vor, bis sie fast die Balance verlor. Sie hieb ihre Krallen in den Goldfl\u00fcgel und fing sich. War das &#8211; hatte sie &#8211; hatte sie gerade Magie gewirkt? War die Unbekannte wirklich verschwunden? Andra riss den Mund auf, weil sie nicht genug Luft bekam. Sie verschluckte sich. Hustete. Sie flog ohne zu fliegen. Sie klammerte sich an dem metallenen Fl\u00fcgel fest. Sie blinzelte. Der Nebel war fort.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Ein Flattern lie<\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u00df sie zusammenschrecken. War die Statue lebendig geworden? Aber der Fl\u00fcgel, auf dem sie sa\u00df, war immer noch starr und fest. Vorsichtig blickte Andra zur Seite. Neben ihr landete eine Kr\u00e4he, h\u00fcpfte ein paar Mal auf und ab, flatterte noch einmal mit den Fl\u00fcgeln. Kr\u00e4chzte. Andra grinste sie an. Wollte ihr von dem Wunder erz\u00e4hlen, das sich gerade ereignet hatte, brachte aber nicht als ein Kr\u00e4chzen heraus. Ein heiseres Lachen sch\u00fcttelte sie.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Und dann kam der Nebel zur<\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u00fcck, h\u00fcllte die Kr\u00e4he ein, drehte und wand sich, wirbelte in grau-wei\u00df-schwarzen Schwaden herum, bis Andra ganz schwindelig davon wurde. Sie klammerte sich an den goldenen Fl\u00fcgel. Machte die Magie sich selbst\u00e4ndig? Musste sie ab sofort aufpassen, was oder wen sie anschaute? War ihr Blick magisch geworden?<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wie zuvor verschwand der Nebel genauso pl<\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u00f6tzlich, wie er gekommen war. Anstelle der Kr\u00e4he sa\u00df die Unbekannte in ihrem dunklen Mantel neben ihr.<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wirklich eine sch\u00f6ne Aussicht von hier oben\u201c, sagte sie. \u201eH\u00e4tte ich schon l\u00e4ngst mal machen sollen.\u201c Sie lie\u00df die Beine neben Andras baumeln. \u201eIch bin \u00fcbrigens Elyf.\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Andra.\u201c Ihre Stimme klang heiser. Sie sa\u00df zwar immer noch, aber innerlich fiel sie. St\u00fcrzte. Zitterte wie ihre Stimme. \u201eDann war das nicht meine Magie.\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Nein, das war meine.\u201c Elyf zwinkerte ihr zu. \u201eAber das scheint dich irgendwie zu entt\u00e4uschen? Ich meine, ich habe Schock erwartet, aber \u2026\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Andra verkrampfte die H<\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u00e4nde zu F\u00e4usten. \u201eGestaltwandlung ist nicht gerade Magie.\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Nicht? Ich wei\u00df ja nicht, wo du herkommst, aber in meinen Kreisen nennen wir das Magie.\u201c Elyf zuckte mit den Schultern.<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Dann kommst du auch nicht von hier?\u201c Die Worte waren heraus, bevor Andra sich zusammenrei\u00dfen und sie hinunterschlucken konnte.<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Auch nicht?\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Andra verfluchte sich. Sie hatte sich von der Hoffnung v<\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u00f6llig den Verstand und jede Kontrolle rauben lassen. \u201eVergiss es\u201c, murmelte sie und versank wieder in Schweigen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Elyf stie<\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u00df sie leicht an. \u201eDu musst mir deine Geheimnisse nicht verraten. Ehrlich. Ich w\u00fcrde dich nur bitten, meins f\u00fcr dich zu behalten. Ich meine, nicht dass irgendein Mensch dir glauben w\u00fcrde. Eher w\u00fcrden sie dich f\u00fcr verr\u00fcckt halten. Und das k\u00f6nnte dich in jede Menge Schwierigkeiten bringen. Und wer braucht das schon?\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Ich nicht.\u201c Andras Kopf f\u00fchlte sich zu schwer an, um ihn zu heben. Elyf redete schon wieder weiter, aber sie h\u00f6rte ihr nicht l\u00e4nger zu. Irgendetwas hatte sie gesagt, etwas wie &#8211; \u201eIn deinen Kreisen? Hei\u00dft das, du bist nicht &#8211; nicht allein?\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Ich wohne in einem ganzen Haus voll mit meinen Schwestern.\u201c Elyf l\u00e4chelte. \u201eIch k\u00f6nnte dich dahin mitnehmen. Aber daf\u00fcr m\u00fcssten wir hier runter.\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Sind sie dort alle wie du?\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Elyf nickte. <\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u201eEin Haus voller Kr\u00e4hen.\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Und -\u201c Andra schluckte, weil sie nicht hoffen wollte. \u201eUnd kennt ihr euch mit Magie aus?\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Dieses Mal brauchte Elyf l<\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u00e4nger f\u00fcr eine Antwort. Sie knabberte an ihrer Unterlippe, kratzte sich an der linken Augenbraue. \u201eIch wei\u00df es nicht. Ich bin noch nicht solange dabei. Also, vielleicht?\u201c<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Das war genug, beschloss Andra. F<\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u00fcr den Moment war das genug. \u201eDann los!\u201c Sie sprang auf und warf sich ohne jedes Z\u00f6gern in die Luft. Hinter ihr ert\u00f6nte ein Schrei, der abrupt verstummte, als Andra ihre Drachenfl\u00fcgel ausbreitete und sich hoch hinauf in den Nachthimmel schwang. Gleich darauf flog eine Kr\u00e4he neben ihr. <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>Vielleicht<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\">. Andra erlaubte sich einen Anflug von Hoffnung.<\/span><\/span><\/p>\n<p>(Auch 2022 geht es weiter mit dem phantastischen Montag! Dieses Jahr lassen wir uns von Zitaten aus dem phantastischen Genre inspirieren &#8211; im Janaur von N.K. Jemisin mit &#8222;If you can imagine something, it will be.&#8220; Die weiteren Geschichten findet ihr bei Carola Wolff <a href=\"https:\/\/carolawolff.de\/imagine\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Imagine<\/a> und C.A. Raaven <a href=\"https:\/\/www.c-a-raabe.de\/phantastischermontag\/vorstellung02\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sch\u00f6nheitswettbewerb<\/a>. Viel Spa\u00df beim Lesen!)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/mkstein.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/01-2022-Jemisin.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-996\" src=\"http:\/\/mkstein.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/01-2022-Jemisin.jpg\" alt=\"\" width=\"1080\" height=\"1080\" srcset=\"http:\/\/mkstein.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/01-2022-Jemisin.jpg 1080w, http:\/\/mkstein.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/01-2022-Jemisin-150x150.jpg 150w, http:\/\/mkstein.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/01-2022-Jemisin-300x300.jpg 300w, http:\/\/mkstein.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/01-2022-Jemisin-768x768.jpg 768w, http:\/\/mkstein.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/01-2022-Jemisin-1024x1024.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 1080px) 100vw, 1080px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stell es dir vor, und es wird passieren. Von wegen! Wenn Magie wirklich so einfach w\u00e4re, w\u00fcrden alle sie beherrschen. Eins war klar, sie w\u00fcrde das mit der Magie niemals hinbekommen. Und deswegen hockte sie auf immer hier fest in dieser verfluchten Welt. Aufgabe verbockt. Heimweg versagt. Andra starrte auf die Stadt unter ihr. 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