Schreibimpuls am Mittwoch

Kreatives Schreiben fordert ja vor allem den Einsatz der eigenen Fantasie. Aber worauf gründet die eigentlich? Woraus entstehen unsere Ideen? Auch wenn wir uns beim Schreiben z.B. eines Fantasyromans vieles auszudenken scheinen, so findet sich doch oft ein Fünkchen einer eigenen Erinnerung darin. Das kann eine Erinnerung an eine Person sein, an ein Erlebnis, ein Gefühl, einen Ort – und irgendetwas davon findet den Weg in die Geschichte, die wir erzählen.

Heute geht es darum, sich mal ganz bewusst eine solche Erinnerung vorzunehmen: die Erinnerung an einen Ort, der nur noch in der eigenen Erinnerung besteht. Ein Ort, an den man sich zurücksehnt, aber an den man nicht mehr zurückkehren kann. Vielleicht, weil er sich so verändert hat, dass es die Erinnerung zerstören würde, wenn man wieder hinginge. Vielleicht, weil es den Ort tatsächlich nicht mehr gibt.

Welcher Ort ist das für dich? Woran denkst du als Erstes, wenn du dich an ihn erinnerst? Wie hat es dort gerochen? Mit wem warst du dort? Was kannst du sehen, wenn du ihn für dich heraufbeschwörst? Wie hat er sich angefühlt? Welche Farben gab es? Welchen Geschmack verbindest du mit dem Ort? Wenn du ihn jemandem beschreiben solltest, der/die noch nie dort war, womit würdest du anfangen?

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Nimm dir Stift und Papier und fange mit diesem letzten Detail an, dem, was dir als Erstes einfällt, wenn du an diesen Ort denkst – und dann erzähle weiter.

Wenn du magst, erzähle etwas über deinen Erinnerungsort hier in den Kommentaren. Ich bin gespannt.

Schreibimpuls am Mittwoch

Für die heutige Schreibanregung heißt: alle Wege mit wachen Blick begehen. Ob es der Weg von oder zur Arbeit ist, ein Spaziergang, der Weg zum Einkaufen, der Bummel durch die Straßen zum Treffen im Café, ins Kino oder eben wohin es heute auf diversen Wegen auch immer geht. Nimm von einem dieser Wege einen Gegenstand mit, der dir ins Blickfeld gerät. Etwas, das – scheinbar nutzlos – herumliegt, unbeachtet, bis es dir aufgefallen ist.

Es geht nicht darum, etwas zu kaufen (oder gar zu klauen), sondern unterwegs etwas zu finden, das du aufheben und mitnehmen kannst. Betrachte deinen Gegenstand, stell ihn dorthin, wo du am liebsten schreibst und verbringe etwas Zeit mit ihm.

Wie fühlt er sich an? Wo ist er hergekommen? Wieso hast du ihn mitgenommen? Wie würdest du ihn jemandem beschreiben, der/die ihn nicht sehen kann? Was ist seine Geschichte? Und welche Geschichte könntest du mit ihm erzählen …?

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Nimm dir Stift und Papier, schreib dir alle Fragen auf, die dir zu deinem Gegenstand einfallen, und auch die Antworten. Und wenn du magst, schreib etwas über deinen gefundenen Gegenstand hier in den Kommentaren – ich bin sehr neugierig, etwas über seine Geschichte zu erfahren! :-)

Schreibimpuls am Mittwoch

Ein Name kann eine Geschichte erzählen. Der Schreibimpuls heute kommt aus einer Namensliste – einer Liste für Superschurken/Superschurkinnen. Denn, seien wir mal ehrlich, es macht einfach Spaß so richtig böse Schurken/Schurkinnen zu erfinden. Als Ausgangspunkt dafür hier ein Namensgenerator, schon eingestellt auf die Suche nach Namen für “super villains” – einfach durch die Liste klicken, bis ein Name auftaucht, der zu dir spricht, der deine Fantasie anregt:

Fantasynamegenerators

ProfilbildDann zu Stift und Papier greifen, den Namen auf die Seite schreiben und fortsetzen mit: … hatte einen wirklich miesen Vormittag.

Was weiter passiert, warum der Vormittag so mies ist, ob er sich zum besseren wendet aus Superschurken/Superschurkinnen – Sicht, das ist ganz dir überlassen …

Schreibimpuls am Mittwoch

Kreatives Schreiben und Zahlen, was soll das bitte gemeinsam haben? Heute kommt die Schreibanregung aus scheinbar nüchternen Nummern, die sich aber schnell in Worte wandeln werden. Das geht ganz einfach:

Wähle spontan eine Zahl aus der Reihe von 1 bis 26 aus.

Vermutlich ahnst du es schon: Die Zahlen entsprechen den Buchstaben im Alphabet, wobei A = 1 ist, und die Reihe sich dann weiter fortsetzt. Aus deiner gewählten Zahl wird jetzt also ein Buchstabe.

Nimm diesen Buchstaben als Anfang für ein Wort. Welches fällt dir da als Erstes ein?

ProfilbildJetzt greife zu Stift und Papier, schreibe dieses Wort irgendwo auf dein Blatt. Dann schreibst du darum herum alle Wörter auf, zu denen du von diesem Wort inspiriert wirst. Verbinde die Wörter mit einer Linie und erzähle entlang dieser Linie eine Geschichte, in der alle diese Worte vorkommen.

Schreibimpuls am Mittwoch

Die heutige Schreibanregung kommt aus dem Bereich der Märchen. Aber der Schreibimpuls muss nicht zwingend genutzt werden, um ein Märchen damit zu schreiben:

“Es war einmal …”

Das kann ein Märchen werden. Aber vielleicht eines, das in einer Science-Fiction-Welt erzählt wird, vielleicht sogar auf einem Planeten fern von unserer Erde. Das können einfach nur drei Worte sein, mit denen eine Erzählung über eine Figur beginnt – oder über einen Ort. Fragen könnte man sich auch: Wer erzählt da diese Geschichte? Und wem?

“Es war einmal …”

Zum Einstieg kann es helfen, die Worte laut auszusprechen. Drei Mal hintereinander, denn drei ist eine magische Zahl, und langsam, denn Magie erfordert Aufmerksamkeit.

ProfilbildDann zu Papier und Stift greifen und die ersten Worte notieren:

Es war einmal …

Workshop: Teepicknick & sinnlich-kreatives Schreiben

Eine Einladung zu Teepicknick und sinnlich kreativem Schreiben

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Wörter weben und Geschichten spinnen – was braucht’s dafür? Erst einmal nicht mehr als ein Notizbuch, einen Stift und etwas Hinhorchen, Hinschauen und die Lust am Fabulieren. Sich Zeit nehmen, einlassen. Eine Geschichte (er)finden …

Das Teepicknick lädt ein

zum Ankommen, Innehalten, Zusammensein;

zum Tee, Kekse, Obst genießen;

zum Verweilen in Stille.

Dann geht es auf Wort-Entdeckungsreise.

Wir bringen zum ersten Mal diese beiden Elemente zusammen und freuen uns, wenn ihr euch mit darauf einlasst.

Am: Dienstag, 12.07.2016

Um: 18.30 Uhr – 21.00 Uhr

In: Moabit (weitere Infos folgen nach Anmeldung)

Wenn du dabei sein willst, melde dich bis zum 07.07.2016 per Email an bei:

stein@mkstein.de oder: beatrixschulte@posteo.de

Anregung zum Unkostenbeitrag für den Workshop: zwischen 8 und 15 Euro

Auf bald! Maike & Beatrix

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Schreibimpuls am Mittwoch

Bei den Schreibimpulsen soll es einfach darum gehen, den sinnlich-kreativen Teil in uns anzuregen. Alle inneren Stimmen, die kritisieren, zensieren, nörgeln oder sonstwie negativ auffallen wollen, lassen wir dabei einfach mal unbeachtet. Es geht einfach nur darum, in den Schreibfluss zu kommen. Mit Worten herumzuspielen, ohne dabei gleich ein Ziel, eine Aufgabe im Kopf zu haben.

Der SchreibImpuls für heute kommt aus der Beobachtung. Geht heute einen eurer Wege besonders aufmerksam – und wenn’s nur der in die Küche ist. Woran kommt ihr vorbei? Gibt es auf dem Weg etwas, das euch besonders anspricht? Das kann ein kleiner Gegenstand sein, der sonst nie auffällt – oder den ihr zwar täglich seht, aber keine besondere Beachtung schenkt. Nehmt euch Zeit und schaut ihn an. Prägt ihn euch ein. Tragt sein Bild mit euch durch den Tag.

Dann könnt ihr euch, in einem ruhigen Moment, ein paar Fragen zu diesem Gegenstand stellen. Wo kommt er her? Wie ist er an die Stelle gekommen, an der ich ihn gesehen habe? Hat er eine Reise hinter sich, oder war er schon immer an diesem Ort? Wie sieht die Welt aus seiner Perspektive aus? Welches Wort kommt mir als erstes in den Sinn, wenn ich an ihn denke?

ProfilbildJetzt erst kommt der Griff zu Stift und Papier. Ja, Stift und Papier, nicht Tastatur und Bildschirm. Schreibt dieses erste Wort auf. Dann schaut, wohin es euch führt.

Gute Reise – und bis nächsten Mittwoch! :-)

Grammatikfragen?

Wer schon immer mal wissen wollte, wie unterhaltsam Grammatik sein kann, sollte mal bei Angelika Jodl vorbeischauen. Die Autorin von “Die Grammatik der Rennpferde” wird in ihrem Blog die nächsten 63 Tage lang das Thema mit ihrer geballten Erfahrung als Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache, ihrem Witz und Charme angehen. Mitlesen lohnt sich! Und was zu lernen gibt’s ganz nebenbei auch noch. ;-) Los geht’s hier. Ich wünsche gute Unterhaltung! (Und kann im Übrigen auch nur empfehlen, jede Chance zu nutzen, die Autorin und Grammatik-Expertin mal live zu erleben, es ist ein Genuss, wenn sie über Grammatik spricht.)

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Übrigens: Auf dem Blog gibt es auch eine Grammatik-Hotline, in der man der Expertin direkt grammatikalische Probleme schicken kann. Ein Service, von dem einige KollegInnen und auch ich über die private Connection schon länger profitieren.

IDAHOT – Internationaler Tag gegen Homophobie und Transphobie

Im Queerspiegel berichteten sie gestern anlässlich des IDAHOT (International Day Against Homophobia And Transphobia) über zehn Felder, bei denen es in Sachen Homo- und Transrechte international wie hierzulande noch viel zu tun gibt.

Für Offenheit und Akzeptanz ist es nie zu spät. Wenn also auch eigentlich gestern der Internationale Tag gegen Homophobie und Transphobie war, gibt’s heute das lesbische Märchen „Der Wilde Wald“ zum kostenlosen Download zu diesem Anlass. ;-) Und da ein Tag für den Anlass viel zu kurz ist, bleibt „Der Wilde Wald“ hier eine ganze Woche lang online stehen. Genug Zeit, es herumzuerzählen, zu verlinken – und vor allem: zu lesen.

Viel Vergnügen damit! :-)

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