Stadtmagie – Teil 2

Pfützenwetter

Als Kind hab ich Regen sehr gemocht. Wegen der Pfützen.

Egal, ob sich später nun die Sonne darin spiegelte oder der weiter wolkenverhangene Himmel, mir schien es immer, als wären sie Tore in andere Welten. Da streckten sich mir von unten Bäume entgegen, die auf unbekannter Erde wurzelten und nachts konnten Sterne eines anderen Universums darin funkeln und locken und rufen.

Mein Spiegelbild konnte in diese fernen Welten abtauchen und in Gedanken bin ich ihm oft gefolgt. Manchmal hab ich versucht, diese Tore in andere Welten zu durchqueren, wollte meiner Neugier nachgehen. Aber egal, ob ich nun mit beiden Füßen mitten hineinsprang oder mich vorsichtig ins Wasser vortastete, die Hände statt der Füße hineinsteckte – die Tore ließen nur meine Gedanken hindurch. Die jedoch entführten mich in die wildesten Welten und Geschichten … später fing ich an, sie aufzuschreiben und sie wandelten sich in meinen Gedanken in wieder andere Geschichten. In Pfützen schaue ich immer noch gern.

Wer weiß, wo es da hingeht? Wer sich in diesen Zweigen versteckt und unter diesem Regen lebt …? 😉

… Du glaubst nicht an solche Wunder? Vielleicht kann dir hier geholfen werden …

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