Aschenbrödel: Die neue Auflage ist da!

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Wenn Anfang Herbst mal wieder eine Neuauflage von “Drei Haselnüsse für Aschenbrödel” per Post bei mir hereinweht, ist klar: Weihnachten kommt … Die Neuausgabe hat frischen Glitzer aufgelegt:

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Der kleine Drache würde am liebsten die Sterne einsammeln …

Innen drin findet sich natürlich die bekannte Geschichte inklusive einiger Bilder aus dem Film. Wer sich also schon einmal auf Weihnachten einstimmen möchte: ab in den Buchhandel! ;-) Und viel Spaß beim Lesen und Verschenken!

Wenn Worte fliegen lernen

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Oder: Wie wird aus einer ersten Idee eine Geschichte? Eine Schreibwerkstatt mit Maike Stein

Du hast eine Figur im Kopf, ein Thema, eine Geschichte, die erzählt werden will? In der Schreibwerkstatt lernst du über Fragen, Vorschläge, spielerische Anleitungen und Übungen, die eigenen Ideen aus dem Kopf aufs Papier zu bringen. Dabei wird es um Themenfelder gehen wie: einen Anfang finden (und ein Ende!), Spannungsaufbau, Perspektive, die eigene Erzählstimme finden, Weltenbau, Figuren schreiben, Handlungsbogen finden und vieles mehr.

In der zweiwöchentlich stattfindenden Schreibwerkstatt findest du Raum zum Ausprobieren und kannst herausfinden, welche Schritte für dich die richtigen sind, um deine Geschichten zu schreiben.

Anmeldung & weitere Infos: stein@mkstein.de

Eine erste Kostprobe findet statt am:

Dienstag, 10.10.2017, von 18.00 – 20.00 Uhr

Villa Folke Bernadotte, Jungfernstieg 19, 12207 Berlin (S-Bhf Lichterfelde-Ost)

Die Schreibwerkstatt geht dann weiter am Dienstag, 24.10.2017 (Folgetermine alle zwei Wochen dienstags) 18.00 – 20.00 Uhr

 

Eine Weihnachtsgeschichte im Sommerausklang

Draußen ist es immer noch warm, letztens hat sich Berlin gar nochmal auf knapp 30 Grad hochgeschraubt – und ich muss bis zum 01. Oktober die Geschichte fürs diesjährige Weihnachtsheft schreiben! Thema: Schneeflöckchen, Weißröckchen. Und da draußen sieht es so gar nicht nach Schnee aus. Woher also die Inspiration nehmen? Erich Kästner konnte wenigstens auf die verschneite Zugspitze schauen, als er „Das fliegende Klassenzimmer“ schrieb. Sehr beneidenswert.

Zwar gibt es hier auch manchmal Schnee:

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Aber trotz Wolkenhimmel, sieht es hier & heute beim aus-dem-Fenster-starren-und-auf-eine-zündende-Idee-warten noch lange nicht so aus … Falls also jemand schöne Winterbilder hat: immer her damit!

Back to work!

Auf ins Abenteuer! Oder: der Start in den neuen Roman.

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Die Recherche ist weitgehend abgeschlossen, der Vertrag ist unterschrieben, das Exposé verschickt, die Geschichte in vielen Einzelteilen im Kopf – nun heißt es: aufhören die leere Seite anzustarren (oder einen Text für den Blog zu entwerfen) und den ersten Satz finden. Denn ohne ersten Satz kein Anfang und ohne Anfang kein Roman.

Leichter gesagt, als hingeschrieben. Es gibt so verdammt viele Möglichkeiten, eine Geschichte – diese Geschichte – zu beginnen! Und jeder potentielle erste Satz scheint eine andere Variante zu ermöglichen, eröffnet einen neuen Blick. Verflixte Entscheidungen! Leider hilft auch der Blick in die Kurzgeschichte („Ein halber Sommer lang“, nachzulesen in #herzleer, Oetinger, 2017) nichts, auch wenn der Roman auf ihr basiert. Denn eine von vielen Entscheidungen habe ich immerhin schon getroffen (meine ich, glaube ich, denke ich, hoffe ich … argh!): Der Roman wird mit der anderen Hauptfigur beginnen.

Nur – wo lernen wir sie kennen? Und wie? Was ist ein spannender Auftakt mit ihr? Was ist wichtig, gleich von Anfang an zu erfahren? Was macht neugierig auf sie? Ich habe eindeutig zu viele Ideen im Kopf und werde am Ende doch nur eine davon verwenden können … Aber welche ist die richtige?

Back to work!

#herzleer – Ebook Preisaktion & Buchverlosung

herzleer_ebook_coverKLEINAb heute, 19.05., bis zum 01. Juni 2017 könnt ihr das Ebook zum super günstigen Preis von 4,99 Euro erhalten (statt 9,99). Also, wer sich eine Sammlung von Kurzgeschichten voller stürmischer Gefühle nicht entgehen lassen möchte – und gerne Ebooks liest – sollte diese Chance nutzen! ;-) Und natürlich freuen sich die beteiligten Autorinnen dann auch über Rezensionen … aber das ist ja eigentlich eh klar, oder?

Anlässlich dieser Aktion verlose ich unter allen, die mir ihre Eindrücke zu meiner Geschichte schreiben (“Ein halber Sommer lang”) ein gedrucktes Exemplar von #herzleer. Einfach hier in den Kommentaren die Rückmeldung zur Geschichte posten – und am 01. Juni 2017 gebe ich dann bekannt, wer das gedruckte Buch gewonnen hat. Ich bin gespannt!

#herzleer – Lesung im Mai

#herzleerTeaserEndlich ist sie da, die Anthologie #herzleer (Oetinger, März 2017) inklusive meiner neuen Geschichte “Ein halber Sommer lang”. Geschrieben habe ich die Geschichte, die 1961 in Berlin spielt, im letzten Sommer, und jetzt ist sie endlich gedruckt. Viele Vorgaben für die Geschichte bekam ich nicht, als ich letztes Jahr zu dieser Anthologie eingeladen wurde: um eine letzte Nachricht der großen Liebe sollte sich alles drehen. Wer, was, wie, warum, wo, wann – blieb alles den AutorInnen überlassen. Was wir alles daraus gemacht haben, lässt sich nun nachlesen.

Und kaum ist das Buch da, gibt es auch schon die erste Lesung dafür anzukündigen! :-) KORREKTUR ZU TERMIN & ORT!! Die Lesung findet wegen eines Wasserrohrbruchs am Veranstaltungsort jetzt nicht mehr im April sondern im MAI und an anderer Stelle statt:

Am o7. Mai 2017 lese ich im “Meerbaum-Haus”, um 16 Uhr geht es los, im Siegmunds Hof 20, 10555 Berlin (S-Bhf Tiergarten / U-Bhf Hansaplatz)

Sylvia Eulitz begleitet die Lesung am Cello!

#herzleerCoverAus dem Klappentext: “Wenn die Liebe geht und nur eine letzte Nachricht bleibt. Der Abschied einer großen Liebe, verpasste Gelegenheiten, widrige Umstände – manchmal muss man geliebte Menschen gehen lassen, auch wenn man möchte, dass sie bleiben. Acht atemberaubende Geschichten erzählen von intensiven Gefühlen, die wehtun und niemals vergehen. Was bleibt, ist die Sehnsucht nach mehr.”

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel auf Schloss Moritzburg

Um Weihnachten herum wurde das Aschenbrödel bei Kaisers gesichtet – Liv Winterberg, deren Roman “Elisabetta” ihr unbedingt lesen müsst, hat mir das Beweisfoto geschickt. ;-)

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Und ganz bald geht das Aschenbrödel wieder auf Reise in die Nähe von Dresden, dorthin, wo viele Szenen aus dem Film gedreht wurden – auf Schloss Moritzburg. Dort lese ich am 22. Januar 2016 gleich zwei Mal: um 11 Uhr und um 15 Uhr. Vielleicht ist es ja auch wieder so hübsch verschneit wie im letzten Jahr …

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Schreibimpuls am Mittwoch – Geschichtenzeit

Adventszeit ist Geschichtenzeit. Warum also nicht mal die eigene Kreativität aktivieren und Geschichten verschenken? Wer schon seit offiziellem Einsetzen der Weihnachtszeit von der heranbrandenden Konsumwelle erschöpft ist, könnte einfach einmal das Experiment wagen, eine eingene Geschichte zu verfassen. Impulse & Tipps dazu finden sich in den hier auf dem Blog versammelten Schreibimpulsen. ;-)

Wer lieber persönliche Schreibanregungen bekommt, hat dazu Gelegenheit beim letzten Workshop dieses Jahres. Noch können sich Kurzentschlossene für den 16.12.2016 anmelden!

Und wer dann doch lieber Geschichten von anderen liest, hat auch dazu Gelegenheit. Zum einen beim Online-Adventskalender von Constanze Budde, mit z.B. einer kleinen Geschichte von mir - zum anderen im Ebook “Oh du Fröhliche: Gesammelte Weihnachtsgeschichten aus sieben Jahren“, eine Weihnachtstradition einer Gruppe von Autor*innen aus Berlin und anderswo.

Zum Schluss dann doch noch eine kleine Schreibanregung für heute: Im der oben erwähnten Weihnachtstradition stellen wir uns zwei Herausforderungen: Wir suchen uns den Titel eines Weihnachtsliedes aus (also, z.B. “Oh du Fröhliche”, “Es kommt ein Schiff”, “Leise rieselt der Schnee”, …), und dieser Titel ist das Thema für jede Geschichte. Jede Geschichte wiederum ist auf maximal 1000 Worte begrenzt. Alles andere ist deine Entscheidung. Viel Spaß beim Schreiben!

Schreibimpuls am Mittwoch – das Besondere im Gewöhnlichen entdecken

Sie öffnete die Tür.

Wenn wir so einen Satz am Anfang einer Geschichte, als ersten Satz schreiben oder lesen, klingt er ganz und gar banal. Eine Tür öffnen – das ist etwas Alltägliches. Das scheint so ganz und gar nichts Besonderes zu sein. Aber wenn wir uns den Satz einmal mit dem Werkzeugkasten des kreativen Schreibens vornehmen, lassen sich viele Entdeckungen machen. Zum Beispiel, wenn wir ihn von seinem Platz am Anfang ganz ans Ende verlegen, als letzten Satz. Wenn dann unsere Figur die ganze Geschichte über mit sich gekämpft hat, darum gekämpft hat, den Mut aufzubringen, diese Tür zu öffnen, wenn wir die ganze Zeit über mitfiebern und sie anfeuern, weil wir wissen, es wird ihr gut tun, diese Tür zu öffnen – wenn sie dann endlich, endlich soweit ist, die Hand auf den Türknauf zu legen, dann bekommt dieser banale Satz eine ganz andere Bedeutung. Sie öffnete die Tür. Und wir, die wir die Geschichte lesen, jubeln, wir sind erleichtert und zufrieden, dass sie es am Ende geschafft hat.

Oder wenn der Satz mitten in der Geschichte steht, nachdem eine ausdrückliche Warnung in Bezug auf gerade diese Tür ausgesprochen wurde. Wie z.B. in einem Märchen: “Jedes Zimmer in meinem Schloss darfst du betreten, jede Tür öffnen, doch von dieser musst du dich fernhalten, diese Tür darfst du nicht öffnen.” Und was tut unsere Heldin? Erst hält sie sich brav an das Verbot, dann wird die verbotene Tür jedes Mal, wenn sie an ihr vorbeigeht verlockender und verlockender. Welches Geheimnis verbirgt sich hinter ihr? Und schließlich kann unsere Heldin nicht länger wiederstehen. Sie öffnete die Tür. Und wir halten mit ihr den Atem an, fürchten uns und wollen zugleich nun endlich wissen, was sich hinter der Tür verbirgt.

Das sind nur zwei Möglichkeiten, wie ein ganz banaler Satz zu einem wunderbaren, einem spannungsgeladenen Moment gemacht werden kann. Jetzt bist du dran. Nimm dir einen ganz banalen Satz vor, eine Alltagshandlung und baue ihn so in eine Geschichte ein, dass er zu etwas Besonderem wird. Viel Spaß beim Ausprobieren! Und ich bin neugierig auf die Ergebnisse … :-)

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Schreibimpuls am Mittwoch – Eindrücke

Beim heutigen Schreibimpuls geht es darum, sich ganz auf einen deiner Sinne zu konzentrieren. Beim Schreiben – oder besser gesagt beim Beschreiben eines Ortes, einer Begegnung, eines Erlebnisses stehen uns meistens alle unsere Sinne zur Verfügung, um unsere Eindrücke davon wiederzugeben. Und wir suchen uns die eindrücklichsten aus, damit diejenigen, die unseren Text lesen, sich ein Bild machen können. Die Idee für heute ist, sich auf einen Sinn zu beschränken. Nimm dir eine Szene vor, die du bereits geschrieben hast (vielleicht etwas aus den vorhergegangenen Schreibimpulsen) und suche dir einen Sinn aus – tasten, sehen, fühlen, schmecken, riechen, hören. Wenn du nur diesen einen Sinn benutzen darfst, wie würde das die beschriebene Szene beeinflussen? Verändern? Jeder der Sinne kann die Tür zu einer anderen Geschichte öffnen … in diesem Sinne:

TürOffenWenn du magst, kannst du dieselbe Szene auch für jeden einzelnen unserer Sinne durchspielen und schauen, was sich jeweils verändert. Viel Spaß beim Austesten! :-)