Stadtmagie – Teil 9

Ein Reisebericht

Zurück aus der Welt, die mich verschluckt hatte! Ein wenig bin ich über dem Hin und Her wohl auch aus der Zeit geraten, daher kommt dieser Reisebericht etwas verspätet …

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Tunnel verschwunden, war auch der pulsierende Rhythmus fort – als wäre er nur das Portal gewesen. Aber wohin? Eine andere Dimension? Eine unbekannte Welt? Ich versucht, mich nach dem Fallen zu orientieren. Da waren Wände, mal so dicht, dass ich nur die Arme zu beiden Seiten ausstrecken musste, um sie zu berühren, und mir den Kopf stieß. Viel zu nah.

Mal, kaum fünf Schritte weiter, so fern, dass mir der Raum um mich herum unendlich schien, so weit, dass ich ganz verloren war. Aber an diesen Stellen mit dem weiten Blick konnte ich leichter atmen, und es war heller – ich begann schnell, mich nach ihnen zu sehnen, wenn ich wieder in der Enge feststeckte. Denn gleichgültig, welche Richtung ich in der Weite einschlug, die nächste Eingrenzung wartete bereits.

Lauerte auf mich.

Doch seit ich von der Weite wusste, wollte ich mich davon nicht länger einschüchtern lassen. Ich ging immer weiter.

Irgendwann lag ein grauer Tunnel vor mir. Rechts und links vom Tunneleingang erstreckten sich hohe graue Wände, ließen keinen anderen Weg zu. Im Tunnel warteten Schatten auf mich, ragten an den Tunnelseiten auf, drohten stumm.

Doch ich konnte auch ein kleines Stück blauen Himmel über all dem sehen. Ich schloss das Bild dieser Weite in mir ein und betrat den Tunnel. Die Schatten, wie die Wände, wisperten, drängten sich an mich, zerrten an mir. Sie wollten, dass ich bei ihnen bliebe. Aber ich hatte das Versprechen von Weite in mir, und dem folgte ich – hinaus.

Zurück.

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