Phantastischer Montag – Rückblick 1

Ende 2019 saßen vier Autor*innen der Phantastik, Alexa Pukall, Carola Wolff, C. A. Raaven und ich beim Stammtisch von PAN Berlin zusammen und überlegten sich ein Gemeinschaftsprojekt. Phantastisch sollte es sein. Freiheit beim Schreiben bieten und gleichzeitig Gemeinsames sein. Freude machen. So landeten wir bei der Idee vom phantastischen Montag mit dem Motto:

Vier Schreibende – eine Mission: euch das Staunen zu lehren.

Schnell war das gemeinsame Gerüst gezimmert. Vier Schreibende, vier Montage pro Monat, jede*r schreibt pro Monat eine Kurzgeschichte und jeden Monat gibt es ein gemeinsames Thema. Ach ja, die Geschichten sollten nicht wesentlich mehr als 1000 Zeichen haben, aber daran haben wir uns nicht soooooo besonders streng gehalten. Pro Montag wurde dann je eine Geschichte gepostet und auf unseren Kanälen beworben.

Für 2020 haben wir zur Inspiration jeden Monat nach einem kuriosen Kalendertag durchsucht (und gefunden). Im Januar ging es los mit Beantworte die Fragen deiner Katze. Ja, das ist ein Tag, der im Kalender steht – und bei uns hat er dann zu vier sehr unterschiedlichen Geschichten geführt. Meine hieß: … und danke für den Fisch!

Da ahnten wir weder, was 2020 noch auf uns zukommen würde, noch dass uns dieses Projekt vier Jahre lang begleiten würde. Sogar ein erstes Buch ist inzwischen dabei herausgekommen, in dem sich die Geschichten aus diesem ersten Jahr nachlesen bzw. nachhören lassen (die anderen Jahre sind auch noch in Buchform geplant, dauert aber noch etwas).

Der #PhantastischeMontag war Experimentierfeld, Schreibspaß, Lesevergnügen und immer wieder auch Halt in Krisenzeiten. Manchmal verpassten wir unsere Deadlines, weil andere Projekte Vorrang vor dem Freizeit-Schreib-Projekt hatten, oft genug hielten wir sie ein und ganz selten mal haben wir einen Montag ausfallen lassen. Wir haben mit Online-Lesungen experimentiert und auch auf einer Lesebühne gelesen. Es war eine phantastische Zeit mit diesen Montagen und diesen inspirierenden Kolleg*innen und ihren magischen Geschichten.

Und ja, gerade vermisse ich unser Projekt, das Montage etwas sympathischer und sehr viel mehr phantastisch gemacht hat. Aber wer weiß, was in Zukunft entstehen wird …