Auf ins Abenteuer! Oder: der Start in den neuen Roman.

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Die Recherche ist weitgehend abgeschlossen, der Vertrag ist unterschrieben, das Exposé verschickt, die Geschichte in vielen Einzelteilen im Kopf – nun heißt es: aufhören die leere Seite anzustarren (oder einen Text für den Blog zu entwerfen) und den ersten Satz finden. Denn ohne ersten Satz kein Anfang und ohne Anfang kein Roman.

Leichter gesagt, als hingeschrieben. Es gibt so verdammt viele Möglichkeiten, eine Geschichte – diese Geschichte – zu beginnen! Und jeder potentielle erste Satz scheint eine andere Variante zu ermöglichen, eröffnet einen neuen Blick. Verflixte Entscheidungen! Leider hilft auch der Blick in die Kurzgeschichte („Ein halber Sommer lang“, nachzulesen in #herzleer, Oetinger, 2017) nichts, auch wenn der Roman auf ihr basiert. Denn eine von vielen Entscheidungen habe ich immerhin schon getroffen (meine ich, glaube ich, denke ich, hoffe ich … argh!): Der Roman wird mit der anderen Hauptfigur beginnen.

Nur – wo lernen wir sie kennen? Und wie? Was ist ein spannender Auftakt mit ihr? Was ist wichtig, gleich von Anfang an zu erfahren? Was macht neugierig auf sie? Ich habe eindeutig zu viele Ideen im Kopf und werde am Ende doch nur eine davon verwenden können … Aber welche ist die richtige?

Back to work!

Schreibimpuls am Mittwoch – Wörterwolke

Kreatives Schreiben und Zahlen, was soll das bitte gemeinsam haben? Heute kommt die Schreibanregung aus scheinbar nüchternen Nummern, die sich aber schnell in Worte wandeln werden. Das geht ganz einfach:

Wähle spontan eine Zahl aus der Reihe von 1 bis 26 aus.

Vermutlich ahnst du es schon: Die Zahlen entsprechen den Buchstaben im Alphabet, wobei A = 1 ist, und die Reihe sich dann weiter fortsetzt. Aus deiner gewählten Zahl wird jetzt also ein Buchstabe.

Nimm diesen Buchstaben als Anfang für ein Wort. Welches fällt dir da als Erstes ein?

ProfilbildJetzt greife zu Stift und Papier, schreibe dieses Wort irgendwo auf dein Blatt. Dann schreibst du darum herum alle Wörter auf, zu denen du von diesem Wort inspiriert wirst. Verbinde die Wörter mit einer Linie und erzähle entlang dieser Linie eine Geschichte, in der alle diese Worte vorkommen.

Schreibimpuls am Mittwoch – Es war einmal …

Die heutige Schreibanregung kommt aus dem Bereich der Märchen. Aber der Schreibimpuls muss nicht zwingend genutzt werden, um ein Märchen damit zu schreiben:

“Es war einmal …”

Das kann ein Märchen werden. Aber vielleicht eines, das in einer Science-Fiction-Welt erzählt wird, vielleicht sogar auf einem Planeten fern von unserer Erde. Das können einfach nur drei Worte sein, mit denen eine Erzählung über eine Figur beginnt – oder über einen Ort. Fragen könnte man sich auch: Wer erzählt da diese Geschichte? Und wem?

“Es war einmal …”

Zum Einstieg kann es helfen, die Worte laut auszusprechen. Drei Mal hintereinander, denn drei ist eine magische Zahl, und langsam, denn Magie erfordert Aufmerksamkeit.

ProfilbildDann zu Papier und Stift greifen und die ersten Worte notieren:

Es war einmal …